News & Fotos 2020


GuSp Casinoabend

25.01.2020

Das erste Halbjahr des Pfadijahres stand bei den GuSp unter dem Schwerpunkt „Kritisches Auseinandersetzen mit sich und der Umwelt“.

Wir haben u.a. Sketches zu Geschlechterklischees aufgeführt, eine Tour durch Wien über Obdachlosigkeit gemacht, gelernt wie man bestimmt aber respektvoll „Nein“ sagen kann und zu guter Letzt eine Casinoheimstunde über Chancengleichheit auf der Welt veranstaltet.

 

In der Casinoheimstunde bekamen die Kinder per Losverfahren je eine Rolle eines gleichaltrigen Kindes aus unterschiedlichen Ländern zugeteilt. Dies symbolisierte den Ort der Geburt, den man sich nicht aussuchen kann. Die Herkunftsländer unserer Figuren sind unterschiedlichst aufgeteilt von den ärmsten Ländern wie Madagaskar, bis hin zu den reichsten Ländern wie Österreich. Somit bekam jedes Kind je nach Reichtum des Landes unterschiedlich viel Startkapital ausbezahlt und schon konnte es losgehen. Das Ziel war es, trotz ungleicher Bedingungen, bis zum Schluss am meisten Chips erspielt zu haben.

 

Jedoch aufgepasst, wirken die Spiele auf den ersten Blick, abgesehen vom unterschiedlichen Startkapital, relativ fair, gab es natürlich noch einige Hindernisse. Zusätzlich zu den unterschiedlich hohen Startkapitalen mussten Kinder aus Ländern mit einer hohen Korruptionsrate, mehr Einsatz zahlen oder zeigen, um mitspielen zu dürfen, als Kinder aus Ländern mit einer niedrigeren Rate.

Außerdem war erlaubt, wie im echten Leben, bei seinen Kolleginnen und Kollegen Chips zu erbetteln, Zusatzleistungen zu erbringen, um mitspielen zu dürfen und Kinder konnten natürlich ihr Kapital fairer aufteilen, sie mussten jedoch nicht.

 

Somit wurde aus dem einfachen Setting einer Spieleheimstunde ein interessantes Rollenspiel, mit dem wir gemeinsam mehr über das Thema Chancengleichheit gelernt haben und wir vielleicht alle wieder ein bisschen öfters unser Privileg des Zufallsgenerators Geburt wertschätzen.